Salgesch

Im Wappen von Salgesch zeugt das Malteserkreuz von der 400-jährigen Präsenz der Kreuzritter im Dorf. Diese kamen im 13. Jh. nach Salgesch, wahrscheinlich weil sie den guten Wein liebten – so erklärt der Volksmund ihre Anwesenheit – und gründeten eine Herberge für Pilger und Reisende.
Salgesch ist das Bindeglied zwischen dem französischsprachigen und dem deutschsprachigen Teil des Kantons, der Bach „Raspille“ bildet die Grenze.
Mit mehr als 40 Weingütern und einer Anbaufläche von 200 ha, auf einer Höhe von 580 bis 720 m ü.M., ist Salgesch der bedeutendste Weinbauort im Oberwallis.
Hier haben die Rotweinsorten das Sagen, sie besetzen 87% der Anbaufläche. Diese massive Vorherrschaft hat mit dem urzeitlichen Bergsturz zu tun, der dem Gebiet zu einer hohen Kalk- und Magnesiumkonzentration verhalf.
Besonders der Pinot Noir profitiert von diesen Bedingungen und nimmt für sich allein 159 ha Rebland in Anspruch. Ausserdem sind noch Gamay, Syrah und Cornalin zu erwähnen.
Für die Weissweinsorten bleiben noch 13%. Es ist der Fendant, der sich hier durchsetzt, gefolgt von Johannisberg, Muscat und Malvoisie.
Indem die Salgescher ihre Weine schon früh mit dem Namen der Gemeinde verbunden haben, ist es ihnen gelungen, eine klare und erkennbare Identität zu schaffen. Sie haben bereits 1988 ihren Grand Cru aus der Taufe gehoben und wurden damit zum Vorbild für andere Gemeinden.

SEHENSWÜRDIGKEITEN
– „Wein und Rebbaumuseum“ im Zumofenhaus (siehe auch Siders).
– „Rebweg“ (Sentier viticole) zwischen Sierre / Siders und Salgesch.

UNBEDINGT VORMERKEN
– Der „Weinfrühling“ findet jedes Jahr im April statt. Dazu gehören ein Degustationsparcours in verschiedenen Kellereien und ein originelles Barrique-Rennen.
– Die Vereinigung „In Vino Veritas“ organisiert jedes Jahr, am zweiten September-Samstag, die „Rebsortenwanderung“. Bei dieser Gelegenheit belebt sich der Rebweg zwischen Sierre und Salgesch mit zahlreichen Degustationsständen.

Wanderweg
Veloweg